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Naht Rotatorenmanschette


Der erfahrene Schulterspezialist kann oft nach der Untersuchung des Gelenkes die richtige Diagnose stellen. Es gehört jedoch heute zum Standard, diese durch eine Kernspintomographie und/oder eine Sonographie zu untermauern.

Ist eine Sehne der Rotatorenmanschette gerissen, so kann der dazugehörige Muskel nicht mehr am Knochen angreifen. Sehne und Muskeln verkümmern und verkürzen sich. Besteht ein solcher Zustand über Jahre, kann eine Rekonstruktion unmöglich werden. Daher sind die Ergebnisse einer OP umso besser, je früher sie erfolgt. Bei Verdacht sollte der Schulterspezialist daher umgehend aufgesucht werden!

Die Reparatur der abgerissenen Sehne erfolgt arthroskopisch oder mini-offen über einen ca. 3 - 4 cm kurzen Schnitt. Zunächst werden - wie bei der Enpass-Operation (s.o.) - entzündete Schleimbeutelanteile entfernt, der Engpass beseitigt und der Sehnenriss genau untersucht. Mit Hilfe sogenannter Naht-Anker ist es dem Schulterchirurgen möglich, die Sehne exakt und breitflächig am Oberarmknochen wieder anzuheften.  

 

Rotatorenmanschette Rotatorenmanschette

Eindrehen des Nahtankers in den Oberarmknochen. Am Anker sind Fäden befestigt für die Sehnennaht.

Die Ankerfäden werden durch
die Sehne geführt ...

 

Rotatorenmanschette Rotatorenmanschette

... und weiter seitlich nochmals im Knochen verankert

Es resultiert eine großflächige
Sehnenanheftung am Knochen 

Bilder:   Arthrex


Die Nachbehandlung dauert länger, da der operierte Arm während der Zeit des Einheilens der Sehne am Oberarmknochen geschont werden muss. Erst danach wird die Muskulatur wieder aufgebaut. In den ersten 3 Wochen nach der OP ist eine spezielle Bandage zu tragen, die zwar bequem ist, den Arm jedoch ruhigstellt. Danach werden die Bewegungen im Gelenk schrittweise erlaubt, bis nach 6 Wochen keine Verbote mehr bestehen.

Die Arbeitsunfähigkeit beträgt je nach beruflicher Belastung zwischen 2 und 12 Wochen.

Rotatorenmanschette

Durch die spezielle Nahttechnik gelingt ein flächenhaftes Einheilen der Sehne am Knochen.

Die Abb. zeigt die genähte obere Sehne
der Rotatorenmanschette (1) , aber auch
den vorderen (2) und hinteren Anteil (3).

Bild: Arthrex