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Stabilisierungs-OP nach Schulterausrenkung (Luxation)


Hängt der Oberarmkopf aus der Pfanne heraus, spricht man von Luxation. Dies ist zumeist Folge eines Sturzes, selten auch Folge einer angeborenen Fehlanlage.

Das Einrenken kann von selbst erfolgen, wird jedoch häufig im Krankenhaus nach Schmerzmittelgabe oder in Narkose durchgeführt.

Springt der Kopf aus der Pfanne, so reißt zumeist die knorpelige Gelenklippe von der knöchernen Pfanne ab. Hierdurch entsteht eine oft schmerzhafte Gelenkinstabilität mit einem deutlich erhöhten Risiko der erneuten Ausrenkung. Diese birgt neben unangenehmen und schmerzhaften Situationen auch stets das Risiko der zusätzlichen Verletzung weiterer Strukturen des Gelenkes.

Die Stabilisierungs-OP ist heute arthroskopisch über drei nur 5 - 10 mm große Schnitte möglich. Sie ist ambulant oder kurz-stationär durchführbar und belastet den Patienten meist nur wenig. Ziel des Eingriffes ist die Wiederanheftung der abgerissenen Gelenklippe am knöchernen Pfannenrand. Dies erfolgt mit Hilfe eines 3,5 x 10 mm kleinen, abbaubaren Knochendübels. Dieser fasst die Gelenklippe und fixiert sie am knöchernen Pfannenrand.

Schulterausrenkung Luxation Blick auf die Gelenkpfanne. Diese ist
ringsherum von der Gelenklippe
eingefasst, welche bei der Ausrenkung
vorn und unten von der knöchernen
Pfanne abreißt (rote Pfeile).
Die Abb. zeigt bereits die Nahtinstrumente,
mit deren Hilfe ein Faden durch die
abgerissene Lippe gebracht wird.

Bild: Arthrex

 

Schulterausrenkung Luxation

Die zuvor mittels Faden angeschlungene Gelenklippe wird mit Hilfe kleiner
Knochendübel wieder am knöchernen Pfannenrand fixiert.       Bilder: Arthrex

Folge ist ein wieder stabiles Schultergelenk. Durch die operative Stabilisierung reduziert sich die Gefahr der erneuten Ausrenkung um ein Vielfaches.

2 – 3 Wochen nach der OP ist eine spezielle Schulterbandage zu tragen. Die Krankengymnastik erfolgt auch hier nach einem Stufenschema, das der Physiotherapeut von uns ausgehändigt bekommt.

Die Arbeitsunfähigkeit beträgt je nach beruflicher Belastung zwischen 1 und 6 Wochen.