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Presseartikel


Knieschmerzen im Fokus

Gießener Allgemeine Zeintung, 21. Februar 2014

Thomas Tillich und Beatrix Wehr referierten im Rabenauer Gesundheitsforum

Rabenau (nac). Am Mittwoch fand im Bürgersaal in Londorf das erste Rabenauer Gesundheitsforum in diesem Jahr statt. Das Thema am gestrigen Tage: »Wenn das Knie schmerzt – Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten«. Bürgermeister Kurt Hillgärtner begrüßte im Namen der Gemeinde Rabenau die beiden Referenten Dr. Beatrix Wehr und Dr. Thomas Tillich vom Gesundheitsnetz in Gießen. Durch die Veranstaltung führte Apotheker Dr. Peter Reinhard.

Zunächst begann Tillich – Facharzt für Orthopädie und Experte für Arthroskopie, Chirotherapie und Akupunktur – mit einer all- gemeinen Einführung in den Aufbau und Funktion des Knies. Um feststellen zu können, was dem Patienten genau fehlt, muss zunächst eine Diagnose gestellt werden. Tillich stellte die verschiedenen Instrumente des Arztes dar: neben dem Befragen und Untersuchen des Patienten, das Röntgen, Ultraschall und die Magnetresonanztomografie (MRT) beziehungsweise die Computertomografie (CT).

Als Behandlungsmethode bei Arthrose ging Tillich zunächst auf die Gelenkspiegelung oder auch Arthroskopie ein. Die Vorteile die- ser operativen Methode liege darin, dass in den allermeisten Fällen nur zwei kleine Schnitte nötig sind. Zu den konservativen Therapien gehören Bandagen und Einlagen, aber auch die Akupunktur und Hyaluronsäuretherapie. Der Experte erklärte, dass die Akupunktur durchaus von den gesetzlichen Krankenkassen getragen wird, hingegen die Hyalurontherapie nicht. Letztere dient als eine Art »Nahrungsergänzung« für den Knorpel, da dieser nicht vom Blutkreislauf des Körpers unterstützt wird.

Es folgte dann ein Vortrag über die Ursachen und Behandlungsmethoden von Meniskusriss, Kreuzbandriss und dem (isolierten) Knorpelschaden. Beim Meniskusriss problematisch ist, dass trotz der erfolgreichen Behandlung Schmerzen bleiben können. Dies liegt daran, dass oft mit einem Meniskusriss auch ein Knorpelschaden einhergeht. Bei einem Kreuzbandriss kann auch eine Ersatzplastik angewendet werden. Dabei werden zwei Sehnen aus dem Oberschenkel mit einer Schraube im Unterschenkel verankert. Es findet hier eine gewisse Rekonstruktion des verletzten Kreuzbandes statt.

Im Anschluss referierte Dr. Wehr über künstliche Kniegelenke bei Arthrose. Da diese letztlich nicht heilbar ist, sind künstliche Gelenke ein immer größer werdender Faktor. Zunächst ging Wehr, die Fachärztin für Orthopädie, Unfallmedizin und Kinderorthopädin ist, auf die Gründe von Arthrose ein. Die Ärztin beschrieb auch die unterschiedlichen Arten von künstlichen Gelenken und ging anschließend auf den großen Gewinn an Lebensqualität ein. So könne die Bewegungsfähigkeit ebenso wie die Sport- und Arbeitsfähigkeit größtenteils wiederhergestellt werden, sagte Wehr. Von Vorteil sei die hohe Haltbarkeit der Implantate. Sie halten im Regelfall zwischen 15 bis 20 Jahren, wo- bei hier auch die Mitarbeit des Patienten bei der nachfolgenden Therapie entscheidend ist.

Im Anschluss standen die beiden Ärzte für Fragen aus dem Publikum zur Verfügung. Bürgermeister Hillgärtner dankte den Referenten und wies auf das zweite »Rabenauer Gesundheitsforum« hin, dass am 19. März stattfinden wird. Thema wir dann »Wenn die Schulter schmerzt, wenn die Hüfte schmerzt – Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten« sein. (Foto: nac)

 

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