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Presseartikel


Erstes „kindersicheres Wartezimmer“ vorgestellt

Gießener Anzeiger, 28. Juni 2007

Gesundheitsnetz Giessen präsentiert
„Zukunftsmodell mit Signalwirkung“ – Probespielen

GIESSEN (fm). Mit dem ersten „kindersicheren Wartezimmer“ in der Bundesrepublik will das Gesundheitsnetz Giessen (gng) zu einer Verringerung der Verletzungs- und Unfallgefahren im frühkindlichen Alter beitragen.

„So etwas hat es bisher noch nicht gegeben“, sagte Martina Abel, Geschäftsführerin der Bundesarbeitsgemeinschaft (BAG) Mehr Sicherheit für Kinder, bei der Eröffnung der 20 Quadratmeter großen Fläche in den Räumen des gng. „Von Anfang an haben Vanessa und Dr. Georg Benes mit uns zusammengearbeitet und in zwölf Wochen ein spezielles Wartezimmer für Kinder konzipiert.“ Die erste Einrichtung dieser Art soll nach Abels Worten „ein Zukunftsmodell mit Signalwirkung“ sein.
Sogar Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt hat ein Grußwort an das Gesundheitsnetz Giessen – gestern vertreten durch Geschäftsführer Marwan Abou-Chaar und die Fachärzte für Orthopädie Dr. Peter Rosenkranz, Dr. Georg Benes und Dr. Hans-Peter Matter – gerichtet. Außerdem ist Gießen nun die erste Station, in der die am 14. Juni in Berlin eröffnete Wanderausstellung „Mit Kindern leben – sicher ist besser“ zu sehen ist. In den Räumen des gng informiert die BAG auf vier 2,25 Meter hohen Säulen über die Hauptgefahren für Kinder bis fünf Jahre: Erstickungsunfälle, Stürze, Ertrinken, Verbrennungen und Verbrühungen.
Laut Martina Abel verunglücken in Deutschland jedes Jahr 1,6 Millionen unter 15-jährige Kinder. Davon knapp eine halbe Million zuhause und in der Freizeit. „Dies ist eine häufigere Todesursache als Kinderverkehrsunfälle.“ Von Gießen aus werden die „Vier Säulen gegen Kinderunfälle“ auf die Reise nach Stuttgart, Leipzig und Köln gehen.
Bevor Vivian, Adam, Leonie, Franka und acht weitere drei- bis sechsjährige Kinder der Bärengruppe des Kleinlindener Kindergartens „Märchenland“ die brandneuen Spielgeräte auf Herz und Nieren testen durften, überbrachte Stadtrat Egon Fritz die Grüße des Gießener Magistrats. Er nannte es „etwas besonderes, dass die Ausstellung von Berlin direkt nach Gießen gekommen ist“. Als Vertreter des Landkreises will der für Schulen und Gesundheit zuständige Kreisbeigeordnete Siegfried Fricke die wichtige Wanderausstellung auch in den Landkreis Gießen holen. Ort und Termin will er mit Bürgermeistern, Grundschulen und mit den Kindergärten koordinieren.
Statt scharfer Kanten, spitzer Gegenstände und leicht verschluckbaren Kleinteilen, sind viele Sitz- und Spielgeräte im ersten „kindersicheren Wartezimmer“ sanft abgerundet und gepolstert. Zur feierlichen Eröffnung hatten die von Kindergartenleiterin Christa Frank und Gruppenleiterin Nicole Stein begleiteten Kinder der Bärengruppe eine „Wahrnehmungsraupe“ gebastelt, die sie stolz präsentierten. Mit ihnen zusammen durften auch der vierjährige Maximilian Benes und die zweieinhalbjährige Hanna Matter in dem hellen Wartebereich die gefahrenlosen Geschicklichkeitsspiele ausprobieren.

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